Fabrice Samyn

Brief an den Schmerz
2019

Fabrice Samyn

BIOGRAFIE

Fabrice Samyn wurde in Belgien geboren und lebt und arbeitet in Brüssel. In seinen Arbeiten untersucht Fabrice Fragen der Ontologie - der philosophischen Untersuchung des Seins - mit Hilfe verschiedener Medien. Von der Malerei über die Bildhauerei bis hin zur Performance und Beziehungsästhetik. Er hinterfragt Dualitäten und ihre Grenzen: Licht und Schatten, Idol und Ikone, Moment und Geschichte, Mann und Frau, Heiliges und Profanes, Freude und Schmerz.

KUNSTWERK

Als Fabrice Samyn erfuhr, dass in den Sammlungen des Museums über 6.000 Briefe von und an Soldaten aufbewahrt werden, die noch kaum erforscht sind, beschloss er, eine „Korrespondenz“ zu schaffen. Mit Hilfe einer Gruppe von Freiwilligen, die er zu diesem Anlass „Höhlenforscher der Freude“ nannte, las der Künstler diese Briefe, um inmitten von Schmerz und Gewalt nach allen möglichen Quellen der Freude zu suchen: die Kraft der Kameradschaft, die Freude an den anderen, die Gastfreundschaft, der Trost, die romantische Liebe, die Liebe zwischen Eltern und Kindern, die Erinnerungen, der Humor, das Glück, die sinnliche Freude, die Schönheit und die Wunder der Natur.

Im Museum hat Fabrice Samyn einen Briefkasten in Form eines Taubenschlags gebaut. Daneben steht ein Tisch mit Papier und Briefpapier. Eine Einladung an die Besucher, ihre Momente der Freude und des Schmerzes aufzuschreiben.

Mehr als 250 Besucher folgten der Einladung und die „Höhlenforscher der Freude“ antworteten auf jeden Brief mit einem Buchstaben.

MEDIA

Holz und Papier, variable Dimension - ortsspezifisch, performativ und partizipativ

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